Pressemitteilung 03.03.2021: Können wir es uns leisten, den Pfungstädter Wald zu verlieren?

Der Frühling kommt und mit den ersten Sonnenstrahlen zieht es viele Mensch in die Natur und den Wald. Das helle Grün der ersten Blätter hebt die Stimmung. Leider mischt sich zu dem Wohlgefühl eine gehörige Portion Entsetzen, wenn man die vielen kranken Bäumen im Pfungstädter Wald sieht. „Durch die Trockenheit der letzten Jahre und den niedrigen Grundwasserstand wurden viele Bäume geschädigt.  Man sieht überall lichte oder trockene Baumkronen“, erklärt der Ökologe Dr. Jens Riede. „Die Bäume haben starken Stress. Das begünstigt den Angriff und die Vermehrung von Schädlingen wie Borkenkäfern und Maikäfern“, sagt er.  Aber was ist zu tun, damit der Wald wieder gesund wird? Ein einfaches Patentrezept gibt es nicht. In der Vergangenheit wurden neue Bäume gepflanzt. Diese Neuanpflanzungen mussten bereits 2015 künstlich bewässert werden. In den letzten Jahren hat sich die Situation weiter sehr verschlechtert.

In Pfungstadt fehlt ein nachhaltiges Konzept zur Aufteilung des Waldes in Nutz-, Naherholungs- und naturnahen Urwald. Und wie soll den zusätzlichen Herausforderungen durch den fortschreitenden Klimawandel begegnet werden? Dieses Konzept muss schleunigst entwickelt werden!  „Die Maßnahmen zur Waldrettung kosten Geld. Meine Generation wird daraus keinen finanziellen Nutzen haben. Unser „return of investment“ ist der Mehrwert für zukünftige Generationen“, so Riede. Ein intakter Wald mit hoher Biodiversität ist Heimat für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Wald hält Wasser im Boden und unterstützt die Trinkwasserneubildung. Er bindet Kohlendioxid, filtert Schadstoffe aus der Luft und reduziert Lärm. Er ist Rohstofflieferant für nachhaltig erzeugtes Holz. Und der Wald ist eines der wichtigsten Erholungsgebiete für die Menschen! „In der Innenstadt ist ein intakter Wald natürlich nicht zu erreichen. Es muss aber geprüft werden, ob durch Entsieglung oder Pflanzung von Bäumen Platz für Miniwälder geschaffen werden kann,“ erläutert Riede. Ein nachhaltiges Brauchwassermanagement zur Bewässerung der Pflanzungen ist dabei unabdingbar, auch aus finanziellen Gründen. Eine Bewässerung mit Grundwasser ist nachteilig, da dadurch der Grundwasserspiegel weiter sinken würde. Das ist weder für den Wald noch für unseren Lebensstandard akzeptabel.

NEIN! Wir können es uns nicht leisten, den Wald zu verlieren!

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