Der achte Sommer ohne Schwimmbad. Gibt es jetzt doch noch ein Happy End?

Die städtischen Aktivitäten rund um das Schwimmbad waren bisher ein Trauerspiel.  Das Schwimmbad ist das Topthema für die Pfungstädter:innen (siehe Bürgerbefragung 2020) und  wichtig für Anerkennung als Mittelzentrum. Schul- und Vereinsschwimmen und ein wohnortnahes und günstiges Freizeitangebot sind eine soziale Aufgabe der Kommune. Leider hat die Stadt mit ihrem Leiter, Patrick Koch bisher versäumt, sich ernsthaft mit der Umsetzung des Bürgerwillens zu beschäftigen, so dass sogar die Gefahr besteht, dass bereits zugesagte Zuschüsse verloren gehen. Den Magistratsmitgliedern von CDU und UBP, Herrn Kockegei und Herrn Knell,  ist zu verdanken, dass jetzt auf dem Tisch liegt, was konkret zu tun ist. Nach der Aussage des Bürgermeisters, er hätte das Konzept, das jetzt erstellt wurde, ja auch schon längst genauso machen können, aber dann hätte er mehr Widerstände bekommen, stellt sich die Frage:  Warum hat er es nicht gemacht? Er scheut sich ja sonst nicht vor Widerständen (siehe z.B. Anmietung Kirchmühle). Will der Bürgermeister das Schwimmbad überhaupt? Das fragen sich mittlerweile viele in Pfungstadt.  Erst sollte das Gelände an die „Welt größte Brauerei“ gehen, dann wurde trotz der Ergebnisse der Bürgerbefragung die Energie der Stadt lieber in die Vorbereitung des Hessentages statt in die Planung für das neue Schwimmbad gesteckt.
Nun wurde endlich in der Stadtverordnetenversammlung am 12.07.2021 beschlossen, dass die Stadt als Bauherr und Betreiber des Schwimmbades fungiert, um möglichst alle Fördermittel zu erhalten und immense Ausgaben bei Mehrwertsteuer und Grunderwerbssteuer zu vermeiden. Das kann der Schwimmbad-Dachverband nicht. Schafft  es die Stadtverwaltung, diese große Aufgabe rechtzeitig zu stemmen? Jetzt, wo es einigen in der Politik wohl wichtiger ist, alle Kräfte der Stadtverwaltung für die nächsten 2 Jahre für den 10-tägigen Hessentag einzuspannen, statt dafür zu sorgen, dass wir wieder ein Schwimmbad bekommen, das auf viele Jahre allen Pfungstädter:innen und vielen anderen zur Verfügung steht.
Das Pfungstädter Schwimmbad gibt es seit 1978. Mit einer 593 Quadratmeter großen Wasserfläche im Hallen- und Wellenbad sowie 2045 Quadratmeter im Freibad war es eines der größten Hallen- und Freibädern im Umkreis. Besonders das Freibad mit seinem großzügigen Außengelände war immer ein sehr attraktiver Anziehungspunkt für die Pfungstädter:innen und die Bewohner:innen der Kommunen rund um Pfungstadt. 2011 ließ die Stadt eine neue Saunalandschaft für 6,1 Millionen Euro  anbauen. Das Bad zählte jährlich im Schnitt 140.000 Besucher, die Sauna 23.000.
Die Stadt  musste nach eigenen Angaben im Durchschnitt pro Jahr rund zwei Millionen Euro aufbringen, um ein  Defizit des Bades während des Betriebs auszugleichen. Im Januar 2014 wurden das Schwimmbad und die erst zwei Jahre alte neue Saunalandschaft durch Bürgermeister Patrick Koch (SPD) geschlossen, weil eine notwendige Sanierung zu teuer erschien.  Aber auch nach der Schließung kostet die Immobilie Geld. Mindestens  136.500 Euro pro Jahr sind unter anderem für Versicherungen, die Wartung der Sauna, Frostsicherheit und Personal fällig (Stand 2017). Das sind für die acht Jahre Schließung auch bereits über eine Million Euro.

 

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Mit folgenden Politiker*innen: Claudia Roth,  Kulturministerin, Ricarda Lang, Bundesvorsitzende, Sergey Lagodinsky, Kandidat für das Europäische Parlament

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Wo bleibt das Wasser für unser Moor? Das fragen sich die Naturfreunde Pfungstadt und fordern eine zügige Wiedervernässung des Pfungstädter Moors, ein Ende des Redens und ein entschlossenes Handeln.

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